LAGO

VI. Onkologische Fachtagung

4. – 6. Juni 2003

 Kompetenz in der Onkologie

In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum ersten Mal im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf statt. Ein weiteres Novum war, dass die Tagung dieses Jahr in Kooperation mit dem DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) und den onkologischen Fachverbänden LAGO (Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.) und KOK (Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.) stattfand.

Themen der Referate waren z.B. die Kooperation und ergänzende Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und Institutionen. Das brachten besonders Frau Marita Bauer, Herr Hartmut Reiners und Herr Dr. Jürgen Dyck zum Ausdruck.  Themen der Fachreferate waren unter anderem die moderne Strahlentherapie, vorgetragen von Frau Astrid Kupsch, Fachkrankenschwester für Onkologie aus Berlin, mit den Schwerpunkten Afterloading, Seed-Implantation und Strahlentherapie als ein wichtiger Pfeiler zur kurativen Behandlung. Frau Dr. rer. med. Karla R. Domagk (Cottbus) stellte die „Qualitätsstandards für den pharmazeutisch-onkologischen Service“ und die gezielte Weiterbildung zum „Onkologischen Pharmazeuten“ vor. Sie betonte eindringlich die Notwendigkeit einer konsequenten Einhaltung von Personenschutzmaßnahmen beim Umgang mit Zytostatika. Diese Arzneimittel erfordern aufgrund ihrer Wirkungsweise, pharmakologischen Eigenschaften, Toxizität und der geringen therapeutischen Breite eine besonders sorgfältige Handhabung durch einen klinisch-pharmazeutischen Dienstleister, sowohl im stationären, als auch im ambulanten Bereich. Dr. med. Winfried Meißner (Jena) wies in seinem Vortrag über „Cannabis bei Anorexie und Kachexie von Krebspatienten“ auf die Schwierigkeiten einer rationalen Diskussion über den medizinischen Einsatz des Cannabinoids Dronabinol durch polarisierende Standpunkte hin. Die meisten Daten für die antiemetische und appetitanregende Wirkung von Dronabinol liegen bisher in den USA vor. Dort ist das Medikament nach Ausschöpfung anderer Antiemetika für Kachexie und Appetitlosigkeit bei AIDS sowie für Chemotherapie-assoziierte Übelkeit zugelassen. Frau Dr. med. Elke Fischer-Funk (Berlin) thematisierte, dass nur die Früherkennung des Brustkrebses zu einer signifikanten Verbesserung der Prognose führt, trotzdem erwähnte sie das damit verbundene Strahlenrisiko. Werden 28000 45 jährige Frauen mammographiert, wird eine davon an strahleninduziertem Brustkrebs erkranken.

Wie im vergangenen Jahr wurden auch diesmal Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, die alle sehr gut besucht waren. Unter anderem „Naturheilmittel bei der Versorgung von Portkathetern“, durchgeführt von Frau Gisela Blaser (naturheilkundliche Pflegeambulanz der Universitätsklinik Bonn). Sie stellte z.B. die Anwendung von Propolis-Tinktur und Ringer/Arnika Lösung in Kombination mit konventioneller Wundversorgung vor. Frau Sabine Hartrodt (Berlin) vermittelte die Kinästhetik als einen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Pflege und als Bestandteil der Gesundheitsförderung. Die Teilnehmerlnnen konnten Bewegung in kleinen Selbsterfahrungsübungen sowohl in der Rolle des schwerkranken Menschen, als auch des Pflegenden genauer erfahren. Im Workshop „Sport und Krebs“ gab Dr. med. Fernando Dimeo (Berlin) den Zuhörern Hinweise und praktische Tipps, wie Fatigue, eingeschränkte Belastbarkeit und Muskelabbau bei Patienten mit neoplastischen Erkrankungen durch richtig dosierte körperliche Aktivität und Ausdauertraining sogar während der Chemotherapie entgegengewirkt werden kann.

 

DBfK

VI. Onkologische Fachtagung „Kompetenz in der Onkologie“, 4. – 6. Juni 2003 in Berlin

Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Reinickendorf und Krankenschwester, Frau Marlies Wanjura, begrüßte über 300 Teilnehmer. Nur etwa 40 % von ihnen kam aus Berlin. Weit mehr als die Hälfte war aus einem der anderen Bundesländer angereist. Bei den Arbeitsfeldern der Kolleginnen waren der klinische Bereich und der Bereich Praxen/ambulante Pflegeeinrichtungen etwa gleich stark vertreten. Großes Interesse bestand am Einblick in die Arbeit der anderen. Daher wurden Referate als besonders informativ gelobt, die unterschiedliche Tätigkeitsfelder anschaulich machten: ambulante Pflegeeinrichtungen, Heime, klinische Einrichtungen und Arztpraxen.

Fachlich thematisierten die Referate unter anderem die Implantation und Pflege von Portsystemen, die Anwendung von Cannabis bei Krebspatienten und die parenterale Ernährung zu Hause. Persönlich gefärbte Erzählungen sprachen auch die Emotionen an. „Hautnah“, „Ein Höhepunkt“, das waren Rückmeldungen zu dem persönlichen Erfahrungsbericht eines Leukämiepatienten.

„Wir brauchen mehr Kooperation der verschiedenen Institutionen und Organisationen!“ Das war eine zentrale Forderung der Fachtagung. Für mehr Vernetzung plädierten Rolf Bäumer, KOK (Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.), Marita Bauer, DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, LV Berlin-Brandenburg e.V.), Hartmut Reiners, LAGO (Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.) und Dr. Jürgen Dyck, AOK Brandenburg.

Die Industrieausstellung war in diesem Jahr besonders vielseitig. Annähernd alle in der Onkologie bekannten Firmen stellten Ihre aktuellen Produkte vor. Innerhalb der drei Tage fanden sich zahlreiche Gelegenheiten zu intensiven Zwiegesprächen, auch über ganz spezialisierte Fachthemen. Die zunehmende Bedeutung dieses Informationsaustausches mit den Ausstellern werden die Organisatoren in Zukunft noch mehr berücksichtigen.

Acht Workshops standen zur Auswahl, und alle waren sehr gut besucht. Verschiedene Aspekte der Patientenbetreuung und der Gesunderhaltung der Betreuenden standen jeweils im Zentrum. Die größte Nachfrage bestand nach den Workshops „Portpflege“ und „Mundpflege in der Onkologie“. Sie waren schon frühzeitig ausgebucht.

Vielseitigkeit war Trumpf. Die intensiven und spannenden Stunden wurden durch ein entspannendes Rahmenprogramm ergänzt. Beim Besuch eines Berliner Kabaretts und abendlicher Livemusik in einem Restaurant konnten schon bestehende Kontakte vom Tag oder von der vorigen Tagung wieder aufgenommen werden. Diese Gelegenheiten zu Rückfragen und Austausch sind so beliebt, dass das Nebenprogramm inzwischen ein fester Bestandteil dieser Tagung geworden ist.

Die Onkologische Fachtagung wurde in diesem Jahr angeboten in Kooperation mit dem DBfK, LV Berlin-Brandenburg e.V. sowie erstmals auch mit der LAGO und der KOK.

Für 2004 steht bereits fest: Die VII. Onkologische Fachtagung findet vom 26. bis 28. Mai 2004 unter dem Motto „Onkologische Fachbereiche“ statt, wiederum im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf.

Über Anregungen, Themenvorschläge und Voranmeldungen freut sich das Organisationsbüro

König & May GbR * Kongress & Management im Gesundheitswesen *, Jägerallee 28, 14469 Potsdam.

 

 

Coloplast  / Collegial

Über 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland trafen sich Anfang Juni 2003 zur VI. Onkologischen Fachtagung „Kompetenz in der Onkologie“ in Berlin. Verstärkte Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen und Organisationen lautete eine zentrale Forderung.

Die diesjährige Fachtagung fand erstmals in Kooperation mit dem DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe), der LAGO (Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.) und der KOK (Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.) statt. Die Teilnehmer kamen etwa zu gleichen Teilen aus dem klinischen Bereich sowie aus Praxen und ambulanten Pflegeeinrichtungen. „Wir brauchen mehr Kooperation der verschiedenen Institutionen und Organisationen“, so eine zentrale Forderung der Tagung. Für mehr Vernetzung plädierten Rolf Bäumer, Vorstandssprecher der KOK, Marita Bauer, Geschäftsführerin des DBfK-LV Berlin-Brandenburg, Hartmut Reiners, Vorstandsvorsitzender der LAGO, und Dr. Jürgen Dyck, beratender Arzt bei der AOK Brandenburg. Die Fachthemen reichten von der Implantation und Pflege von Portsystemen über die Cannabisanwendung bei Krebspatienten bis hin zur parenteralen Ernährung zu Hause. Einen Höhepunkt stellte der persönliche Erfahrungsbericht eines Leukämiepatienten dar. Neben den Vorträgen standen acht Workshops zu verschiedenen Aspekten der Patientenbetreuung und der Gesunderhaltung der Betreuenden zur Auswahl. Raum für interessante Fachgespräche bot auch die begleitende Industrieausstellung. Wegen der großen Nachfrage wird sie im nächsten Jahr deutlich erweitert. Zum festen Bestandteil der Tagung zählt inzwischen das Rahmenprogramm. Beim Besuch eines Berliner Kabaretts und einem Abendessen mit Livemusik ließen sich Kontakte bestens vertiefen.

Zum Vormerken: Die VII. Onkologische Fachtagung findet vom 26. bis 28. Mai 2004 unter dem Motto „Onkologische Fachbereiche“ statt, wiederum im Fontane- Haus in Berlin-Reinickendorf.

 

 

CareConcept mahnke

VI. Onkologische Fachtagung 4.-6. Juni 2003

Kompetenz in der Onkologie

In diesem Jahr fand die in Fachkreisen bekannte Veranstaltung zum ersten Mal im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf statt. Ein weiteres Novum war, dass die Tagung dieses Jahr in Kooperation mit dem DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) und den onkologischen Fachverbänden LAGO (Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V.) und KOK (Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.) stattfand. Von den über 300 Teilnehmern kamen 40% aus Berlin, 60% aus allen anderen Bundesländern. Die Hälfte der Kollegen kam aus dem klinischen Bereich, die andere Hälfte aus Praxen und ambulanten Pflegeeinrichtungen. Die Anwesenden wurden zu Beginn der Veranstaltung von der Krankenschwester und Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Reinickendorf Frau Marlies Wanjura begrüßt, anschließend folgte das Grußwort des Vorstandssprechers der KOK Herrn Rolf Bäumer. Die Themen der Referate waren z.B. die Kooperation und ergänzende Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und Institutionen. Das brachten besonders Frau Marita Bauer, Herr Hartmut Reiners und Herr Dr. Jürgen Dyck zum Ausdruck. Die zahlreichen Fachreferate fanden großen Anklang. Themen waren u.a. die Implantation und Pflege von Portsystemen, Anwendung von Cannabis bei Krebspatienten und die parenterale Ernährung zu Hause. Beiträge von Referenten aus unterschiedlichen Bereichen der Onkologie (ambulante Pflegeeinrichtungen, Heime, klinische Einrichtungen und Arztpraxen) waren für die Besucher besonders informativ. Ein weiterer Höhepunkt war der persönliche Erfahrungsbericht eines Leukämiepatienten.

Wie im vergangenen Jahr wurden auch diesmal acht Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, die alle sehr gut besucht waren. Einige Workshops waren schon frühzeitig ausgebucht. Die Workshops befassten sich mit verschiedenen Aspekten der Patientenbetreuung und der Gesunderhaltung der Betreuenden.

Ein Rahmenprogramm mit Besuch eines Berliner Kabaretts und eine Abendveranstaltung mit Live-Musik in einem Restaurant gaben den Teilnehmern die Möglichkeit, sich zu entspannen und sich auszutauschen. Auch das Nebenprogramm ist inzwischen ein fester Bestandteil dieser Tagung geworden.

Die begleitende abwechslungsreiche Industrieausstellung ermöglichte es den Teilnehmern aus ganz Deutschland, viel Neues zu entdecken und interessante Fachgespräche zu führen. Dieser Weg des Informationsaustausches gewinnt im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung immer mehr an Bedeutung, Dieses wird in Zukunft berücksichtigt. Wegen der großen Nachfrage wird die Ausstellung im nächsten Jahr um ca. ein Drittel erweitert.

Die VII. Onkologische Fachtagung findet vom 26. bis 28. Mai 2004 unter dem Motto „onkologische Fachbereiche“ wieder im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf statt. Anregungen, Themenvorschläge und Voranmeldungen werden vom Organisationsbüro König & May GbR * Kongress & Management im Gesundheitswesen *, Jägerallee 28, 14469 Potsdam entgegengenommen und bearbeitet.